Zweite Partnerschaft?

Dieses Mal geht es um, sagen wir mal eine Ausnahmeerscheinung beim teilen. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde ich damit nur eine kleine Gruppe meiner Artgenossen ansprechen, da ich aber ein wenig Erfahrung auf dem Gebiet habe, möchte ich sie dennoch weitergeben.

Es soll darum gehen, seinem Partner sogar die Möglichkeit einzuräumen, eine weitere Beziehung neben der Eigenen zu führen!

Sofort zu Beginn will ich aber sagen, solange euer Fetisch seine Fühler nicht in diese Richtung ausgestreckt hat, lest nicht weiter! Der Fetisch hat so die unangenehme Angewohnheit, neugierig zu werden und hier geht es um ein Thema, welches nicht zwingend ungefährlich sein muss! Ich würde es sehr bedauern, wenn ihr euren Fetisch mit diesem Beitrag in eine bestimmte Richtung schubst und am Ende eure Beziehung darunter leidet, obwohl euer Fetisch zu Beginn gar kein Interesse daran hatte!

Der Grundgedanke

Im Prinzip geht es um nichts anderes, als seinem Partner nicht nur das Recht auf eine neue Verliebtheit einzuräumen, sondern ihm auch noch die Freiheit zu geben, dieser Liebe nachzugehen! Das bedeutet, euer Partner ist zeitweilig der echte, feste Partner einer anderen Person. Mit allem, was dazu gehört!

Darunter fällt dann:

  • Zeit romantisch miteinander verbringen
  • Einen Alltag, wenn auch im begrenzten Rahmen aufbauen
  • Sich lieben, nicht nur vögeln
  • Küssen, Händchenhalten …
  • Romantische Dates, Kino, Essen gehen …
  • Romantische Geschenke
  • Beieinander schlafen

Jetzt sollte man sich die Frage stellen, stellt man für so etwas feste Regeln und Grenzen auf? Hier sind zwei Punkte wichtig:

Regeln und Grenzen definieren

Natürlich wird es Dinge geben, die man einer solchen Beziehung nicht zugestehen möchte. Das kann vieles sein und ist so individuell, dass ich nur ein paar Dinge ansprechen möchte, um Beispiele zu nennen.

So könnte man definieren, dass eine solche Beziehung nur am Wochenende Zeit eingeräumt bekommt. Oder auch, dass es keine Übernachtungen gibt, oder dass es nicht öffentlich sein darf. Man wird ja selbst wissen, was einem Unbehagen beschert.

Deshalb ist natürlich wieder wichtig, Wissen ist Macht! Macht euch wirklich intensive Gedanken darum, um die Dinge, die euch Bauchschmerzen verursachen, auch benennen könnt!

Regeln und Grenzen als Bitte ausdrücken!

Das klingt jetzt wahrscheinlich wieder komisch, aber die ganze Situation ist ja nicht gerade „normal“. Ihr könnt also Grenzen festlegen, Regeln bestimmen und alles in Stein meisseln. Klar, warum auch nicht, wenn euer Partner das mitmacht, dann könnt ihr das natürlich tun.

Aber! Nehmt jetzt mal folgende Situation an:

Euer Partner geht eine solche Beziehung ein, sie wird ihm für die Wochenenden gewährt und Freitags verlässt er das Haus, um mit seinem anderen Partner zusammen zu sein. Was mag da alles passieren? Nun, ihr kennt euren Partner, denn schliesslich wart auch ihr mal in der Zeit, wo es neu mit eurem Partner war und ihr solltet euch erinnern können, was in der Zeit so passiert ist.

Es wird wahrscheinlich viel Sex geben. Klar, stört euch ja auch nicht. Eher im Gegenteil! Die werden wahrscheinlich auch gemeinsam duschen, oder baden gehen. Vielleicht zusammen kochen, essen und kuscheln. Ganz klar. Was wird euer Partner in der Zeit sein? Verliebt! Mit rosa Brille!

Das führt nun zu einer Gefahr! Euer Partner könnte, voll im Rausch der Gefühle, nun etwas tun, was ganz klar ein Regelversoss darstellt! Vielleicht habt ihr als Regel festgelegt, dass der neue Partner nicht in eurem Partner kommen darf! Keine unlogische Regel, denn selbst mit Kondom und Pille ist eine ungewollte Schwangerschaft nur sehr unwahrscheinlich! Ihr könntet diese Regel nun aufstellen um zu vermeiden, dass ein defektes Kondom und eine schlecht wirkende Pille eine ungewollte Schwangerschaft hervorruft. Halte ich für vernünftig und ich bin sowieso der Meinung, einen Orgasmus in einer Frau sollte man wirklich nur dann machen, wenn eine Schwangerschaft nicht unerwünscht ist!

Gut. Nun liebt euer Partner seinen neuen Partner. Sie haben also Sex und das mit Glücksgefühlen in der Brust. Vielleicht küssen sie sich gerade und es kommt zum Höhepunkt. Ist euer Partner ein Mann, dann könnte er den Wunsch verspüren, als Ausdruck seiner Liebe beim Höhepunkt ganz tief in seiner neuen Partnerin zu sein, während ein weiblicher Partner den Wunsch verspürt, den Orgasmus ihres neuen Partners in sich zu spüren.

So, berauscht durch die Emotionen und die Hormone könnte sich euer Partner einen Moment dazu hinreissen lassen. Der Moment kam, der Orgasmus geht und auf einmal erkennt euer Partner, dass er gerade eine Regel gebrochen hat! Liebt euch euer Partner, wird das Schuldgefühle hervorrufen.

Jetzt kommt das eigentliche Dilemma! Was soll euer Partner machen? Soll er es euch sagen? Was könnte das für Konsequenzen haben? Entzieht ihr ihm das Recht auf die andere Beziehung und brecht eurem Partner das Herz? Weicht ihr eure Regeln auf und macht euch damit unglaubwürdig?

Es könnte dazu kommen, dass euer Partner, um die neue Liebe zu schützen, nichts von dem „Ausrutscher“ erzählt. Die Schuldgefühle könnten aber bleiben und das Verhalten eures Partners könnte sich ändern. Wenn ihr lange zusammen seit bemerkt ihr wahrscheinlich unterbewusst ganz kleine Dinge und merkt, da stimmt etwas nicht!

Das kann zu Lügen führen, ihr werdet Misstrauisch und wer weiss, vielleicht geht am Ende deshalb alles den Bach runter! All das, weil ihr feste Regeln aufgestellt habt. Quasi Gesetze, die bei Nichteinhaltung Konsequenzen nach sich ziehen.

Ist das sinnvoll?

Nein! Beim Wifesharing geht es um einen höchst dynamischen Fetisch und man sollte in der Lage sein, auch anfänglich unangenehme Nebenerscheinungen verarbeiten zu können. Deshalb solltet ihr eure Regeln nicht so formulieren:

Du darfst nicht …

Ich bin mir sehr sicher, gerade wenn Liebe im Spiel ist wird eins dieser Verbote irgendwann gebrochen, wenn auch unabsichtlich! Man könnte vielleicht sogar von Unzurechnungsfähigkeit sprechen. Aber, nützt das was? Nein!

Formuliert es doch lieber so:

Bitte, tu dies oder das nicht.

Was macht das denn nun für einen Unterschied? Nun, euer Partner weiss, dass es da einen Punkt gibt, der euch stört. Im Allgemeinen wird er, auch wenn das keine feste Grenze ist, sich daran halten. Klar, euer Partner liebt euch schliesslich und will euch ja nicht verletzen!

Kommt es aber nun doch zu einem Verstoss, dann sind die Chancen viel grösser, dass euer Partner euch die Wahrheit sagt, als wenn er Konsequenzen, vielleicht ein Verbot der neuen Liebe zu befürchten hat. Es ist vielleicht nicht angenehm für euch, aber euer Partner bleibt bei der Wahrheit und es steht nichts zwischen euch! Ich bin der Meinung, so ist das viel besser, als andersherum.

Aber, damit ist die Sache noch nicht zwingend beendet! Wie gesagt, der Fetisch ist sprunghaft. Wer sagt denn, dass ihr es anfänglich unangenehm findet, euer Masochist aber auf einmal Gefallen daran entwickelt? Wäre bei mir nicht das erste Mal, wo so etwas passiert wäre!

Nützt es dem Wifesharing?

Wenn der Fetisch so entwickelt ist, dann auf jeden Fall! Nicht zu knapp, will ich mal dazu sagen, denn es ergeben sich so viele Dinge, die man andernfalls nicht haben würde!

Beginn

Sagen wir, euer Partner hat euch die Liebe zu einer anderen Person gestanden und es zeichnet sich ab, dass diese Person auch etwas von eurem Partner will. Euer Partner hat es euch gestanden und soweit ist alles geklärt.

Nun kommt es zum Moment der Wahrheit. Euer Partner will der anderen Person nun sagen, dass er verliebt ist und gerne eine Beziehung mit dieser Person hätte. Natürlich unter gewissen Bedingungen. Das sollte von vorneherein geklärt sein, sonst wäre es der anderen Person gegenüber nicht fair! Vielleicht will sie das so nicht und lehnt es deshalb ab? Das muss euer Partner dann leider akzeptieren. Toleranz und so.

Hier kommt nun ein Punkt ins Spiel, wo Wifesharing tatsächlich auch anderen Personen zugute kommen kann! Man möge sich die Vorteile vorstellen, die sich durch ein solches Arrangement ergeben! Die andere Person hat nun einen Partner, den aber nur zu einer bestimmten Zeit. Den Rest der Zeit kann sie quasi machen was sie will, wobei da dann natürlich auch wieder Eifersucht ins Spiel kommen kann, von eurem Partner ausgehend und ähnliches. Dennoch, man ist zwar gebunden, aber dennoch frei! So habe ich schon Wochenendbeziehungen erlebt, die über Jahre harmonisch und geradezu perfekt gelaufen sind und schon nach wenigen Monaten scheiterten, als die Beiden zusammengezogen sind. Es entfällt schliesslich etwas. Der Alltag! Man kann sich darauf freuen, seinen Partner endlich wiederzusehen und der geht einem nicht sowieso den ganzen Tag auf den Sack. Überspitzt ausgedrückt. Es kann also tatsächlich auch für eine dritte Person Vorteile haben, mit eurem Partner zusammen zu sein. Auch über länger Zeit!

Aber gut. Zurück zum Fetisch. Der Moment ist also gekommen und wer sagt denn, dass ihr den nicht miterleben könnt? Vielleicht trifft sich euer Partner mit der Zielperson an einem öffentlich Ort und ihr seit dabei? Oder die andere Person lädt euch ein?

Bleiben wir mal bei einer Einladung. Stellt euch da mal vor, ihr sitzt alle im Wohnzimmer und ihr könnt schon die Aufregung in eurem Partner spüren. Er passt den richtigen Moment ab und zieht vielleicht die Zielperson etwas abseits in einen Eck, oder so. Schön sollte es sein, wenn ihr zumindest seht, was da passiert!

Wenn dem so ist könntet ihr sehen, dass euer Partner etwas sagt. Vielleicht, dass er die Person liebt? Hinzugefügt wird dann noch, dass euer Partner gerne fest mit dieser Person zusammen wäre, unter gewissen Voraussetzungen. Allgemein, wenn euer Fetisch das unterstützt, sollte das schon viel in euch auslösen! Bedenkt mal die Verlustangst, die bei so etwas entsteht! Euer Partner gesteht einer anderen Person seine Liebe und will auch noch mit dieser zusammen sein! Mehr Verlustangst geht quasi nicht und der Masochist, wie gesagt, wenn er sich so entwickelt hat, hat unglaublich viel, was er verarbeiten kann und genauso stark wird die Erregung bei euch sein!

Ihr solltet euren Partner ja mittlerweile ganz gut kennen. Ich wage es zu bezweifeln, dass sich eine solche Situation unbeschadet in einer jungen Beziehung ergeben wird. Es ist wohl nicht unmöglich, aber ich halte es für eher unwahrscheinlich. Also, ihr kennt euren Partner und das wahrscheinlich schon über Jahre. Ihr werdet also den hoffnungsvollen Gesichtsausdruck sehen, nachdem er seine Rede beendet hat. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird daraufhin eine Reaktion von der Person kommen.

So, kurze Unterbrechung! Sollte die Sache in die Hose gehen, was natürlich durchaus der Fall sein kann, dann seit ihr gefragt! Versetzt euch mal in die Lage eures Partners. Er ist verliebt, nimmt allen Mut zusammen und gesteht die Liebe und dann folgt eine Ablehnung. Das ist natürlich schmerzhaft für euren Partner und das bedeutet, ihr habt euch um ihn zu kümmern! Da gibt es keine Diskussion! Es ist euer Fetisch, der euren Partner in diese Lage gebracht hat, also seit ihr auch in der Verantwortung, eurem Partner über den bevorstehenden Liebeskummer hinwegzuhelfen, auch wenn es euch weh tun sollte und der Sex vielleicht die nächste Zeit ausfällt! Es ist eure Pflicht!

Gut, es wäre natürlich der SuperGAU. Nehmen wir aber mal an, die andere Person überlegt kurz und stimmt dann zu? Könnt ihr euch den Gesichtsausdruck eures Partners vorstellen? Die leuchtenden Augen, das Lächeln? Vielleicht springt er der Person ja auch in den Arm und vielleicht erlebt ihr den ersten Kuss dieser ganz frischen Beziehung! Euer Partner küsst da gerade seinen neuen Schatz, vor euren Augen! Was der Masochist dabei macht, könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen.

Ist euer Partner gut, wird der Rest des Abends so verlaufen, als wärt ihr ein ganz gewöhnlicher Freund. In aller Regel wird euer Partner zwar erst herausfinden wollen, ob mit euch alles in Ordnung ist. Ihr werdet dann schon wissen, wie ihr darauf reagiert.

Lange Rede gar kein Sinn, allein dieses Erlebnis kann heftig sein! Vielleicht heftiger, als eure Hormone das aushalten und es kommt zum Erguss, der eigentlich gar nicht auf dem Plan stand!

Während

Auch während dieser Romanze kann es durchaus zu unglaublich vielfältigen Erlebnissen kommen. Stellt euch mal vor, Kino ist angesagt, doch euer Partner geht Händchen haltend mit seinem neuen Partner neben, oder vor euch her und ihr wisst genau, in dem Moment ist es der Partner von jemand anderes, ihr bekommt ihn erst irgendwann am Abend, oder nach dem Wochenende zurück. Die Beiden holen sich Getränke und Popcorn zusammen und während ihr alleine in eurem Sitzt sitzt, tummeln die sich auf einer Kuschelbank?

Und wenn es ganz heftig wird? Wenn die Beiden im Kino fummeln, was bei euch und eurem Partner nie vorgekommen ist? Euer Fetisch wird vor euch auf den Knien liegen und sich dafür bedanken, dass er all das erleben darf!

Analog kann man das natürlich auch auf Essen gehen, Kneipenbesuch, oder was auch immer anwenden. Ist letzten Endes immer das gleiche Spiel.

Eine Ausnahmeerscheinung könnte es bilden, wenn euch das neue Paar zum Essen einlädt, bei sich in der Wohnung! Ihr würdet also in deren gemeinsames Domizil gehen und wahrscheinlich schon einige Spuren eures Partners dort erkennen, wie sie sich bereits in die Umgebung eingefügt haben und andeuten, dass er zumindest zeitweilig dort zuhause ist. Vielleicht stehen die Schuhe im Flur, die Zahnbürste im Bad, oder den Rasierer entdeckt ihr in der Dusche, oder bei der Badewanne? Vielleicht erhascht ihr auch einen Blick ins Schlafzimmer und findet den BH, oder die Boxershort eures Partners dort? Schon da wird der Masochist voll auf seine Kosten kommen.

Erlebt ihr dann aber noch euren Partner, wie er in der Wohnung so agiert, wie man sich das von einem Bewohner vorstellt, der Wahnsinn! Die Menschen verhalten sich anders, wenn sie auf Besuch sind. Euer Partner würde sich dann logischerweise so verhalten, als wäre er dort zuhause. Logisch, zumindest zeitweilig ist er es ja auch!

Auf die Spitze könnte das getrieben werden, wenn auf einmal auch noch was losgeht! Euer Partner vielleicht zu fummeln anfängt und das immer mehr wird. Dabei könnten zwei Situationen auftreten, die Beide nur reizvoll und nicht schmerzhaft wären.

  1. Das Paar könnte euch auffordern, dann doch langsam mal zu gehen. Warum? Na weil sie vögeln, oder sich lieben wollen! Ihr werdet also aufgefordert, euren eigenen Partner zu verlassen, weil der nun Spass mit seinem anderen Partner will. Irrsinnig! Ich hoffe, ihr seit in dem Fall nicht mit dem Auto unterwegs, denn auf den Verkehr könnt ihr euch im Leben nicht mehr konzentrieren!
  2. Ihr könntet zum mitmachen aufgefordert werden! Dann würdet ihr nicht euren Partner teilen, sondern wärt dritte Person bei einem Dreier! Das kann so verwirrend und grotesk sein, dass euer Fetisch überhaupt nicht mehr weiss, was hier eigentlich los ist und aus lauter Panik fängt der Masochist auf einmal an, wie gestört eure Lust zu steigern! Ja, der Fetisch ist schon ein bisschen bescheuert in der Hinsicht, aber in aller Regel macht er alles, was euch geil macht!

Kontakt, während der Partner bei seinem anderen Partner ist!

Hier ist nun wieder die Frage, wie läuft das bei euch ab? Ist während der Zeit Funkstille? Unterhaltet ihr euch nur als Freunde, oder ist es in Nachrichten euer Partner, der hier und da Bericht erstattet? Alles kann seinen Reiz haben, wobei ohne Kontakt das Risiko besteht, dass ihr vielleicht anfangt nachzudenken und zwar in Bahnen, die an eurem Fetisch vorbei gehen. Ich halte es deshalb absolut für ratsam, den Kontakt zu halten! Ihr solltet darüber informiert sein, wie es eurem Partner geht!

Das muss nicht viel Kontakt sein! Einfach so, dass euer Fetisch am Start bleibt und sich keine Gedanken einschleichen können, die euch vielleicht doch irgendwie belasten.

Es ergeben sich auch interessante Möglichkeiten! Mal angenommen, euer Partner erzählt, was die so getrieben haben und da war viel platonisches Zeug dabei, was euren Partner glücklich gemacht hat? Auftritt Masochist!

Reizvoll kann dabei aber auch sein, wenn ihr nur als Freunde schreibt und euer Partner, der ja in dem Moment offiziell nicht euer Partner ist, fängt an mit euch zu flirten? Auf einmal seit ihr nicht mehr der Partner, sondern eine potentielle Affaire! Da ist dann euer Fetisch befriedigt und es gibt euch ein Hochgefühl, da ja mit euch geflirtet wird!

Euer Partner ist zurück!

Die schönste Zeit ist einmal vorbei und logischerweise wird euer Partner nicht ewigt bei seiner neuen Liebe verweilen. Vielleicht geht er Freitag und kommt Sonntag zurück. Da werdet ihr euch zuerst einmal freuen, denn schliesslich habt ihr ihn ja ein paar Tage nicht, oder kaum gesehen. Dann kommt aber der Knaller! In euch wird aller Wahrscheinlichkeit nach der Ehrgeiz geweckt und das kann euch durchaus zu Höchstleistungen verhelfen, die eurem Partner ganz klar zeigen, wer eigentlich der Chef ist! Es würde mich dabei definitiv nicht wundern, wenn euer Partner hinterher am überlegen ist, ob er zur richtigen Person zurückgekehrt ist!

Hier sollte aber auch mal klar gesagt werden, wenn ihr irgendwie auf einmal Unbehagen verspürt, dann müsst ihr das eurem Partner sagen! Sagen, nicht irgendetwas diktieren, oder abbrechen! Ihr habt einen Punkt überschritten, wo jeglicher Rückzieher sehr negative Konsequenzen nach sich ziehen kann! Deshalb, Versucht die Probleme zu lösen und versucht nicht irgendwie eine Notbremse zu ziehen! Die Konsequenzen könnten schlimmer sein, als das Unbehagen, welches ihr dabei verspürt!

Risiko

Bevor sich das alles nun aber so anhört, als wäre es erstrebenswert und einfach nur perfekt, wollen wir mal die Schattenseiten betrachten!

Ihr gebt euren Partner in eine andere Beziehung. Was, wenn der neue Partner einfach nur perfekt ist? Wenn er genau das macht, was euren Partner glücklich macht und das vielleicht über eine längere Zeit? Euer Partner wird nur die wundervolle Zeit sehen und nicht, dass er einen Alltag mit dieser Person noch gar nicht erlebt hat! Steht eure Beziehung noch nicht auf felsenfesten Beinen, die auf einem massiven Fundament aus gemeinsamen Erfahrungen und einer glücklichen Zeit ruhen, dann lauft ihr Gefahr, dass euer Partner sein Glück dann doch eher bei der anderen Person sieht und das könnte bedeuten, ihr verliert euren Partner!

Weiterhin habt ihr das Problem, euer Partner verbringt die grösste Zeit seines Lebens mit euch, die guten, wie die schlechten Zeiten! In der neuen Beziehung werden aber aller Wahrscheinlichkeit nach nur die guten Zeiten vorhanden sein und jeder Streit, den ihr mit eurem Partner habt, könnte das Problem bereithalten, dass er solchen Streit bei der neuen Person nicht sieht. Ergo, mit etwas Pech wird euer Partner auf die Idee kommen, mit dem anderen Partner ist er glücklicher und wieder droht das Ende einer Beziehung!

Es muss aber noch gar nicht so krass sein! Stellt euch mal vor, euer Partner ist eine Frau, sie verbringt das Wochenende bei ihrer neuen Beziehung und Sonntags, bevor sie zurückkehrt, fangen die Tage an. Das heisst, wenn ihr Pech habt, wird bis zum nächsten Wochenende nichts laufen, ergo bleibt ihr sexuell auf der Strecke, während die andere Person ihren Spass hat. Das kann ganz schön in die Hose gehen!

Fazit

Ist euer Fetisch entsprechend entwickelt, dann kann sich eine Art der Erfüllung ergeben, die mit nichts anderem mehr zu toppen sein wird! Aber, man darf die ganzen Risiken dabei nicht vergessen, wobei ich nicht nur die sehe, die eure Beziehung belasten könnte. Auch jene, die euren Partner im Falle einer Zurückweisung betreffen dürft ihr nicht vergessen! Es ist natürlich auch seine Entscheidung, ob er den Schritt gehen will, oder nicht. Aber, wenn es schief geht, müsst ihr da sein! Ja, ich rede von müssen, was ich normalerweise ja zu vermeiden versuche. Aber, es ist euer Fetisch, durch den euer Partner in die Sache geraten ist und demnach ist es eure Verantwortung. Kümmert euch um euren Partner!

Doch auch wenn euer Fetisch entsprechend entwickelt ist, nehmt euch Zeit! Denkt genau darüber nach und wenn euer Partner dazu bereit ist, spielt beim Liebesspiel doch mal ein paar Situationen in Gedanken durch und schaut, wie ihr darauf reagiert. Was euch besonders anmacht und ob euer Partner nicht vielleicht etwas sagen kann, was euch nicht gefällt! Überlegt es euch ganz genau, denn ein Zurück ist nur mit ganz grossen Problemen realisierbar!

Zum Schluss sei noch einmal darauf hingewiesen, sprecht Bitten aus, wenn euer Partner auf etwas verzichten sollte. Macht daraus keine Regel, denn so könntet ihr Spannungen verursachen, die eurer Beziehung sehr schaden könnte!

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