Wifesharing und der Partner

Natürlich geht es nicht nur um Wifesharing, also teilen der Frau, sondern um alle Formen von teilen! Egal ob der Mann die Frau, die Frau den Mann, der Mann den Mann, oder die Frau die Frau. Ganz egal, es geht einzig um den Wunsch, seinen Partner zu teilen!

Sind wir Egoisten?

Das ist eine berechtigte Frage, denn wenn man etwas über den Fetisch hört, oder liest, geht es in der Hauptsache um die Person mit dem Fetisch. Was ist aber mit dem Partner? Ist der nur Mittel zum Zweck? Nun, für den Fetisch an sich mag das zutreffen, doch sollte man bedenken, man setzt den Partner damit ja keiner Strafe aus! Man zwingt ihn zu nichts, zumindest sollte man das auf keinen Fall tun, nötigt ihn nicht und erpresst ihn nicht!

Sind wir also Egoisten? Nein! Sind wir nicht! Man sollte nicht vergessen, um was es eigentlich geht! Der Partner soll mit einer anderen Person Sex haben! Hier hängt es zwar stark von den Qualitäten der jeweiligen Person ab, aber im Allgemeinen sollte der Partner dabei auf seine Kosten kommen. Wie gesagt, es geht um Sex und wenn der gut ist, kann man ganz sicher nicht von einer Strafe sprechen! Eher im Gegenteil!

Ich habe mich mal mit einem Mann unterhalten, der mit seiner Frau seit Jahren seinem Fetisch nachkommt. Wie er mir sagte, gab es dabei schon andere Männer, von denen seine Frau gar nicht genug bekommen konnte! Folglich, es ist zwar der Fetisch des Mannes, der alles ins Leben gerufen hat, doch hatte seine Frau dabei richtig viel Spass und letzten Endes geht es ja darum!

Jemand, der gerne teilt, grundsätzlich als Egoist darzustellen, ist also definitiv falsch! Es mag nun Vertreter geben, die so lange an ihrem Partner herumreden, bis der schliesslich nachgibt. In dem Fall kann man dann doch von einem Egoisten sprechen, aber das liegt dann in seiner Natur und nicht am Fetisch!

Wir geben unserem Partner Freiheit!

Das darf man nicht aus den Augen verlieren! Eigentlich können wir gar nicht egoistisch sein, denn wir schenken unserem Partner ja Freiheit! Genau genommen sind wir also eher Wohltäter, auch wenn das in meinen Augen nicht passen will.

Man muss es sich mal überlegen. Insofern meine Ansicht über die Biologie des Menschen stimmt, ist er nicht monogam veranlagt. Selbst in den besten Beziehungen wird es, auch wenn es niemand zugeben wird, eine Person geben, mit denen man sich durchaus Sex vorstellen könnte. Diesen vielleicht sogar haben will. Ich selbst neige dazu viel zu beobachten. Wie verhalten sich meine Mitmenschen, was ist der Grund für ihr Verhalten und vor allem, wenn sie sich trennen, warum? Dabei ist mir schon vor Jahren eine Sache ganz deutlich aufgefallen. Es gibt immer diesen Moment, wo der eigene Partner zwar durchaus noch attraktiv ist, aber eine andere Person weit mehr Reiz ausübt. Das passt hervorragend zu meine Ansicht, denn der Mensch will seine Gene ja verbreiten und das Aussterben der menschlichen Rasse verhindern.

Hier kann ich mir gut den Einwand vorstellen, dass ein solches Verhalten wohl eher auf Männer zutrifft. Aber, stimmt das? Wenn Frauen ja kein Bedürfnis nach Männern haben, warum gibt es dann solche Gruppen wie die »Chippendales«, oder warum sind Filme wie »Magic Mike« so populär? Für Männer gibt es natürlich entsprechende Filme und auch Striptease-Lokalitäten, aber von einer strippenden Frauenmannschaft auf der Bühne hätte ich so jetzt noch nichts gehört. Also, auch Frauen lechzen nach Fleisch!

Gut. In einer „normalen“ Beziehung ist so ein Moment immer ein Risiko. Gibt die Person ihren Wünschen nach und wenn ja, wie reagiert der Partner darauf? Fühlt sich die Person vielleicht eingesperrt (dazu hier mehr!), weil sie ihrer Lust nicht nachgehen kann?

In einer Beziehung, in der Wifesharing, also der Wunsch zu teilen vorhanden ist, gibt es hier keine Probleme! Der Partner kann seiner Lust nachkommen und in dem Fall muss man die Person mit dem Fetisch auch nicht als Egoist bezeichnen. Er gibt seinem Partner die Möglichkeit, seine Lust auch auszuleben! Der Partner hat also definitiv etwas von dem Fetisch und ist sicherlich nicht nur ein Nutzobjekt!

Wifesharing und andere Fetische

Hier kann ich nun aus eigener Erfahrung sprechen! Bislang habe ich fast nie erwähnt, dass natürlich auch der Partner einen Fetisch haben kann. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist das sogar eher die Regel, auch wenn der Partner es vielleicht nicht weiss, oder sich selbst nicht eingestehen will. Was aber, wenn der Partner es tut und sich beide über diesen Fetisch im klaren sind?

Ich nehme mal meine Ehe als Beispiel. Meine Frau kennt meine Fetische. Ich teile gerne, mag Frisuren, Kleider, hohe Schuhe. Ich weiss, dass meine Frau gerne unterwürfig ist. Sie mag es auch bestraft und auch benutzt zu werden. Man kann kaum glauben, wie sich diese Fetische ergänzen!

Beispiele habe ich schon im Beitrag »Was ist mit dem Spass?« gebracht. Meine Frau könnte zu einem Date mit einem anderen Mann gehen und dabei Kleider tragen, die sie für mich nicht so ohne weiteres anziehen würde. Sie würde gleich zwei Fetische von mir bedienen. Hinterher, wenn wir dann intim werden, könnte ich sie für ihr Verhalten bestrafen. Sie hätte dann also hoffentlich guten Sex mit dem Mann gehabt, hinterher Sex mit mir und ich würde ihren Fetisch bedienen. Eine echte Win-Win-Situation, wie ich finde!

Oder anders, was allerdings vorher dringend abgeklärt sein muss! Sagen wir, meine Frau war bei einem anderen Mann, hat hinterher aber konditionell bedingt eigentlich keine Lust mehr und ich benutze sie trotzdem, um meine extrem aufgestaute Erregung abzubauen. Sei es mit Sex, oder einfach nur, indem ich mich anders an und mit ihr abreagiere. Wie gesagt, dass muss vorher geklärt sein, sonst wird es ganz schnell eine Vergewaltigung und das will ja keiner!

Auch in dem Fall hätte meine Frau ihren Spass gehabt, offensichtlich, sonst wäre sie ja nicht so fertig und hinterher würde ich ihren Fetisch bedienen, indem ich sie einfach benutze. Wieder passt das hervorragend zusammen!

Teilen kann eine Beziehung gesund halten!

Das klingt komisch und vor allem die Kritiker werden darin einen Widerspruch sehen, doch es ist so!

Greifen wir noch einmal nach dem Beziehungskiller schlechthin. Dem fremdgehen! Teilt man gerne, dann fällt dieser Killer schon gänzlich weg! Der Partner kann gar nicht fremdgehen, da man ihn ja teilen will. Das alleine ist schon ein grosser Vorteil. Aber, es ergeben sich noch andere Punkte, die man nicht ausser Acht lassen sollte und die natürlich auch dem Partner zugute kommen.

Es gibt viele Dinge, die man zu zweit im Bett anstellen kann. Wirklich viele und wenn man mutig und experimentierfreudig ist, wird man auch lange Spass im Bett haben. Doch, irgendwann wird der Punkt kommen, wo sich eine gewisse Langeweile einschleicht. Da kann man erfinderisch sein und sein Bestes geben, dennoch wird man nie aus seiner Haut können! Das bedeutet, egal was auch passiert, man bleibt immer man selbst! Das Aussehen bleibt in aller Regel gleich, die Finger, die Hände, die Zunge und die Genitalien verändern sich nicht. Komme wer da wolle, irgendwann ist das alles hinreichend bekannt und bietet nichts mehr neues! Ob man will und seinen Partner liebt, oder nicht!

Als monogames Paar steht man auf einmal vor einem Problem. Wie kann man diesen Umstand bereinigen? Nun, eigentlich gar nicht. Das heisst doch, man kann es durchaus. Man entwöhnt sich! Da bliebe aber die Frage, steht eine Beziehung die Zeit durch, in welcher man sich nicht berührt? Das halte ich für fraglich, wenn auch nicht für ausgeschlossen. Man redet ja nicht von ein paar Tagen, oder Wochen. Da gehen Monate ins Land, wenn nicht sogar mehr!

Teilt man jedoch gerne, umgeht man dieses Problem. Man gibt dem Partner die Möglichkeit etwas neues zu erleben. Einen neuen Körper, eine neue Art. Man selbst hat dann zwar noch den gleichen Körper seines Partners, aber da der anschliessend viel zu erzählen hat und beim erzählen vielleicht sogar glüht, spielt das keine Rolle. Auch für einen selbst wird das neu sein und folglich ist das Problem vom Tisch! Das sollte auch einem Partner gefallen, vor allem dann, wenn es die Beziehung rettet!

Alleine der Reiz von etwas neuem kann sich schon im Bett auswirken. Das habe ich selbst schon erlebt! Meine Frau kam heim, rief mich sofort ins Bett und wir hatten Spass. Schuld daran war ein anderer Mann, mit dem aber überhaupt nichts passiert ist. Weder flirten, noch mehr! Der Kerl hatte sie einfach so heiss gemacht, dass sie Sex brauchte und was lag da näher, als mich zu benutzen? Wir verstehen uns im Bett ja und können auch ohne Fetisch unseren Spass haben. Folglich hatte auch sie ihren Spass dabei und kam, obwohl es ja mein Fetisch ist, nicht zu kurz!

Hier ist die Frage, wie hätte sich das ohne meine Neigung ausgedrückt? Hätte sie vielleicht Schuldgefühle bekommen? Sex mit mir abgelehnt, damit ihre Erregung nicht auffällt? Zu wie vielen Problemen, oder Unstimmigkeiten hätte das führen können, nur weil die Biologie bei ihr eingeschlagen hat? Also, in meinen Augen ist der Wunsch zu teilen da ein gigantischer Vorteil!

Definitiv ist eins ganz klar zu sagen. Durch den Fetisch kann auch der Partner auf vielfältige Art seinen Spass haben! 

Wifesharing hilft bei Monogamie!

So bescheuert es klingen mag, es trifft in einigen Fällen tatsächlich zu! Die Voraussetzung ist jedoch, dass man selbst keinen so ausgeprägten Fetisch hat, um sich nicht irgendwann unwohl zu fühlen, wenn er unberücksichtigt bleibt.

Aber, was genau bedeutet es denn, seinen Partner teilen zu wollen? Nun, man räumt ihm die Freiheit ein, seine sexuellen Wünsche anderen Menschen gegenüber auszuleben. Freiheit kann man aber auch anders bezeichnen. Man verbietet dem Partner nicht, Sex mit einer anderen Person zu haben!

Genau hier kommt nun eine weitere Beobachtung von mir ins Spiel. Ich habe schon Beziehungen gesehen, wo die Frauen letzten Endes nur deshalb fremd gegangen sind, weil sie sich eingesperrt fühlten. Deren Männer waren eifersüchtig, sie durften nicht flirten und bekamen gerne etwas unterstellt. Irgendwann war das zuviel und sie gaben dem Partner Recht in der Unterstellung, indem sie genau das taten, was sie unterstellt bekamen.

Das kann bei einem Sharer nicht passieren! Eifersucht ist bei uns nur untergeordnet anzutreffen, wenn überhaupt. Ich selbst kann durchaus eifersüchtig sein, aber nicht in Belangen, die das Bett betreffen. Da kann ein anderer Kerl gerne besser sein, ein grösseres Genital haben, oder einen besseren Körper. Bekomme ich jedoch mit, dass meine Frau einen anderen Mann in alltäglicheren Dingen besser findet, mag ich das eher weniger. Aber, da unterstelle ich ihr nichts! Wenn sie sich mit jemand über ein Thema unterhält und der darin deutlich mehr auf dem Kasten hat, als meine Wenigkeit, dann gefällt mir das zwar nicht, aber hinterher mache ich ihr keine Szene deswegen.

Das bedeutet schlussendlich, man nimmt seinem Partner das Gefühl weg, eingesperrt zu sein. Er hat seine Freiheiten und kann sie ausleben, so wie es ihm gefällt. Vielleicht wird nur gerne geflirtet, vielleicht kann sich der Partner auch die Bestätigung holen, auch noch auf andere attraktiv und begehrenswert zu wirken. Er hat die Freiheit und das wird nie ein Problem!

Also mal ganz ehrlich, wenn der Partner darin keinen Spass und seinen eigenen Vorteil dank des Fetischs erkennt, dann weiss ich auch nicht!

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